• Coopalacarte.be

    • Wie können die Informationen von Coopalacarte.be verbreitet werden ?

      Diese Website gefällt Ihnen und Sie möchten uns bei ihrer Verbreitung helfen ?

      Hier finden Sie einige grafische Hilfsmittel, die Sie auf ihrer eigenen Website, in ihrem Newsletter, ihren E-Mails, ihrem Facebook-Profil, ihrer sonstigen Korrespondenz, usw. benutzen können.

      Setzen Sie einfach einen Link zu Coopalacarte.be auf jedes der verwendeten Bilder und unsere Reichweite erhöht sich jeweils.

      Vielen Dank für Ihre Unterstützung !

      Das Team von APERe

       

      Logo

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      Textbeispiel für einen Newsletter:

      Coopératives à la Carte hilft den Bürgern in informierter Weise in grüne, solidarische, rentable und zukunftsorientierte Projekte zu investieren.
      Das ist zu schön um wahr zu sein ? Die auf dieser Site vorgestellten Genossenschaften erfüllen eine Reihe von Anforderungen, die das Gegenteil beweisen.
      Besuchen Sie die Seiten der Genossenschaften, entdecken Sie ihre Projekte, vertiefen Sie sich in die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) und bilden Sie sich Ihre Meinung…
      Wenn Sie die Lust zu investieren verspüren, können Sie sich bei uns registrieren, damit wir Ihnen den Ankauf und die Verwaltung ihrer Anteile erleichtern können.

    • Welche Genossenschaften befinden sich auf Coopalacarte.be ?

      Die Genossenschaften auf Coopalacarte.be befolgen bestimmte Kriterien, die dem Besucher eine wirkliche Bürgerinvestition garantieren. Die Genossenschaften sind offen, demokratisch, unabhängig, nicht spekulativ, transparent, wohlwollend und reaktionsschnell. Alle Kriterien befinden sich hier.

    • Warum müssen persönliche Daten auf Coopalacarte.be eingegen werden ?

      Coopalacarte.be erleichtert den Ankauf und die Verwaltung ihrer Genossenschaftsanteile et bietet Ihnen ein Verwaltungsmodul für ihr Anteilsportfolio. Die Verwalter dieser Site garantieren die Sicherheit ihrer persönlichen Angaben. Diese Angaben werden nicht zu Mailing- oder sonstigen Marketingzwecken verwendet.

    • Ist coopalacarte.be gesichert ?

      Ja, die Website ist sicher.

      Coopalacarte.be ist nach allen aktuellen gängigen Sicherheitsnormen abgesichert. Die Website speichert keinerlei Finanztransaktionen, auch wenn Finanzinformationen gespeichert werden.

      Und für diejenigen, die sich für die technischen Details interessieren, hier noch einige Informationen :

      Die Website :

      • speichert die sensiblen Information in verschlüsselter Form (Passwörter - nicht einmal die Administratoren haben Zugang dazu) ;
      • ist vor den bekannten Attacken geschützt (CSRF, XSS, ...) ;
      • erfordert starke, sichere Passwörter (dabei bleibt es aber dem Benutzer überlassen, diese gut auszuwählen).

      Der Server :

      • beschränkt den Zugang zu den verschiedenen Diensten (selbst wenn er zum Server durchdringen sollte, hat der Angreifer z. B. keinen Zugang zur Datenbank) ;
      • die Zugänge sind nur über asymmetrische Schlüssel mit starker Verschlüsselung möglich (die Schlüssel jedes Entwicklers + ein Notschlüssel).

    • Wer finanziert Coopalacarte.be ?

      Diese Website wurde in Partnerschaft mit REScoop Wallonie durch APERe entwickelt, im Rahmen einer Subvention durch das Kabinett von Minister Marcourt und der APERe-Kampagne der permanenten Weiterbindung 2017. Diese möchte dem Bürger helfen alle nötigen Informationen zu erhalten, um in grüne, solidarische, rentable und zukunftsweisende Projekte zu investieren. REScoop Vlaanderen hat sich der Dynamik des Sommers 2017 angeschlossen.

    • Wo wird Coopalacarte.be erwähnt ?

      Französischsprachige Links:

  • Genossenschaften

    • Was genau ist eine richtige Bürgergenossenschaft ?

      Eine echte Bürgerkooperative befolgt die Prinzipien der „International Cooperative Alliance“. Diese Prinzipien bestehen aus folgenden Punkten:

      • die Kooperativen stehen allen Bürgern egal welcher Herkunft offen ;
      • die demokratische und transparente Verwaltung, die den beteiligten Bürgern eine wirkliche Entscheidungsmacht garantiert ;
      • die Unabhängigkeit privaten (Energie-)Unternehmen gegenüber.

      Diese Eigenschaften unterscheiden die richtigen Bürgerkooperativen von den « industriellen Kooperativen », die von großen, teilweise multinationalen Unternehmen ferngesteuert werden. Die Satzungen aller Kooperativen sind nicht identisch. So lohnt es sich immer, diese zu lesen, insbesondere die Kapitel über die Steuerung (die Art und Weise wie der Verwaltungsrat und die Generalversammlung organisiert werden).

      Die Statuten werden manchmal durch eine Geschäftsordnung ergänzt, die bestimmte Punkte im Detail erklärt.

    • Warum wurde die Form einer Genossenschaft gewählt ?

      Die Genossenschaft ist die am besten an eine demokratische Verwaltung angepasste Gesellschaftsform. Die wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam während der Generalversammlung getroffen. Für die vom „Conseil National de la Coopération“ (CNC – Föderales Wirtschaftsministerium) anerkannten Kooperativen sind die Wahlregeln gleichberechtigt und verhindern eine dominante Kooperative.

      Die Kooperative ermöglicht auch eine Variabilität des Kapitals, entsprechend den jeweiligen Finanzierungsbedürfnissen. Jenseits des in den Statuten vorgesehenen festgelegten Teils (A-Anteile), kann das Kapital variieren, je nachdem wieviel neue Mitglieder es gibt oder wieviel Anteile eingezogen wurden, ohne das sich irgendetwas an den Statuten geändert hat.

      Die Genossenschaft kann nicht durch ein privates Unternehmen aufgekauft werden, weil die bürgenden Mitglieder und/oder die Mehrheit der normalen Mitglieder sich diesem Ankauf widersetzen würden.

    • Wie lauten die Prinzipien Allianz der "International Cooperative Alliance" ?

      Dies sind die 7 genossenschaftlichen Prinzipien:

      1. Freiwillige und offene Mitgliedschaft
        Genossenschaften sind gemeinnützige Organisationen, offen für alle Personen, die in der Lage sind, ihre Dienste zu nutzen und bereit sind, die Pflichten der Mitgliedschaft zu übernehmen, und dies ohne Diskriminierung bezüglich Geschlecht, sozialer Herkunft, Rasse, politischer oder religiöser Überzeugung.
      2. Demokratische durch die Mitglieder ausgeübte Kontrolle
        Genossenschaften sind demokratische Organisationen, die von ihren Mitgliedern geführt werden, die sich aktiv an den politischen Entscheidungsprozessen beteiligen und einbringen. Die Männer und Frauen, die als der Mitglieder gewählt wurden,  sind ihnen Rechenschaft schuldig. Bei der Genossenschaften der ersten Ebene haben alle Mitglieder ein gleichberechtigtes Stimmrecht (ein Mitglied, eine Stimme).Genossenschaften auf anderen Ebenen sind auch in demokratischer Weise organisiert.
      3. Wirtschaftliche Teilnahme der Mitglieder
        Die Mitglieder tragen zu gerechte Teilen zum Kapital ihrer Genossenschaften bei und über die demokratische Kontrolle aus. Teil dieses Kapitals ist in der Regel das gemeinsame Eigentum der Genossenschaft. Als Voraussetzung der Mitgliedschaft erhalten die Mitglieder erhalten in der Regel nur eine begrenzte Vergütung des eingesetzten Kapitals. Die Mitglieder verwenden die erwirtschafteten Erträge für einen oder alle der folgenden Zwecke: die weitere Entwicklung der Genossenschaft, möglicherweise durch die Zuweisung von Reserven, von denen ein Teil zumindest unteilbar ist; Ermäßigungen für die Mitglieder im Verhältnis zu ihren Anteilen an der Genossenschaft; und die Unterstützung anderer durch die Mitglieder genehmigte Aktivitäten.
      4. Autonomie und Unabhängigkeit
        Die Genossenschaften sind autonome Selbsthilfeorganisationen, die von ihren Mitgliedern verwaltet werden. Vereinbarungen mit anderen Organisationen, einschließlich der Regierungen, oder die Suche nach externem Kapital, müssen unter den in den Statuten festgelegten Bedingungen erfolgen, die die politische Macht der Mitglieder gewährleisten und die Selbstständigkeit der Genossenschaft beibehalten.
      5. Bildung, Ausbildung und Information
        Die Genossenschaften bieten ihren Mitgliedern, gewählten Vertretern, Verwaltern und Mitarbeitern die nötigen Bildungen und Ausbildungen, so dass sie effektiv zur Entwicklung ihrer Genossenschaften beitragen können. Sie informieren die Öffentlichkeit - insbesondere junge Menschen und Meinungsführer - über die Natur und die Vorteile der Zusammenarbeit.
      6. Die Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften
        Um ihren Mitgliedern eine bessere Dienstleistung zu bieten und die Genossenschaftsbewegung  zu stärken, arbeiten die Genossenschaften zusammen innerhalb  von lokalen, nationalen, regionalen und internationalen Strukturen.
      7. Einsatz für das Gemeinwesen
        Die Genossenschaften tragen im Rahmen der durch ihre Mitglieder vereinbarten Bedingungen zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Gemeinschaft bei.

    • Werden die Regeln der "International Cooperative Alliance" von allen Genossenschaften befolgt ?

      Da es nicht einfach ist, die Genossenschaften ausfindig zu machen, die die Regeln der "International Cooperative Alliance" (ICA) befolgen, hat der "Conseil National de la Coopération" sich das Ziel gesetzt diese Prinzipien zu veröffentlichen das Ideal der Kooperativen in Belgien zu bewahren. Die Annahmekriterien der Kooperativen übernehmen allerdings nicht alle Kriterien der ACI. So wurden die Kriterien "Autonomie und Unabhängigkeit", "Bildung, Ausbildung und Information", "Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften", sowie das Prinzip der "Sorge um die Gemeinschaften" nicht von der CNC übernommen.

      Die Aufnahmekriterien der Genossenschaften auf  Coopalacarte.be enthalten nicht nur die Zulassung des CNC, aber folgen auch den Regeln der ICA.

    • Was ist eine vom CNC anerkannte Genossenschaft ?

      Der Conseil National de la Coopération ((CNC – Föderales Wirtschaftsministerium) erlegt den Kooperativen mehrere Regeln auf, die Voraussetzung für ihre Anerkennung sind. Bei der ersten Regel geht es um die demokratische Funktionsweise, also bei der Wahl in der Generalversammlung, entweder „ein Mitglied = eine Stimme, egal wieviel Anteile er besitzt“ oder „ein Anteil = eine Stimme bei Anwesenheit oder Vertretung von mindestens 10% der Anteile“. Eine zweite Regel betrifft  die vorsichtige Verwaltung der zu verteilenden Dividenden, die höchstens 6% pro Jahr betragen darf, damit die Kooperative über ausreichend Eigenmittel zur weiteren Entwicklung verfügt.

      Alle Genossenschaften auf Coopalacarte.be verfügen über die Akkreditierung des CNC.

    • Was ist REScoop-Wallonie ?

      Dies sind die Zielsetzungen der Kooperative REScoop-Wallonie :

      1. Eine wirkliche Energiewende durch die Einbeziehung von erneuerbaren Energien, die sich auf dem wallonischen Territorium befinden, und zum Vorteil der Bürger und  lokalen/regionalen Gemeinschaften.
      2. Eine ökonomische Alternative fördern die ethisch und solidarisch ist; die Dezentralisierung der Energieproduktion und die Relokalisierung der Profite fördern; den Bürgern die Kontrolle über die Stromproduktion und –verteilung geben.
      3. Einen rationalen und verantwortungsvollen Gebrauch der Energie fördern. Eine autonome Verwaltung wird angestrebt.
      • Die Genossenschaften von Rescoop-Wallonie streben eine autonome Verwaltung an: Projekte zur Herstellung erneuerbarer Energien werden in die Wege geleitet, wo die Bürger (Mit-)Besitzer der Produktionsmittel sind. Eine Mehrheitsbeteiligung seitens der Bürger wird angestrebt. Wenn das nicht möglich ist, sollte es garantierte Kontrollmöglichkeiten geben. Die Kooperativen können manchmal als Dritt-Investor für Bürger oder Kollektivitäten ohne Erwerbszweck auftreten, wenn es um den Selbstverbrauch des Konsumenten geht.
      • Die Verwaltung ist transparent: der ganze Mehrwert der über die Kooperativen finanzierten Projekte wird weiter verteilt in Form von Dividenden, Investitionen und eventuell Gehältern und oder Dienstleistungsaufwänden. Unter allen Umständen ist die Umverteilung der Gewinne eines Projektes zwischen einem Dritt-Investor und einem Begünstigten transparent.
      • Kooperationen zwischen Kooperativen werden gefördert: Die Kooperativen der REScoop-Wallonie haben sich zusammen geschlossen, um einen Energielieferanten zu gründen, der ihnen gehört und der ihren 100%igen grünen und lokalen Bürgerstrom verkauft. Es handelt sich um COCITER, „le comptoir citoyen des énergies“, und es wird gemeinsam an seiner Entwicklung gearbeitet.

      Rescoop-Wallonie, das sind 7.500 in 12 Genossenschaften organisierte Mitglieder. Es wird mit Rescoop-Vlaanderen zusammen gearbeitet. Diese beiden Vereinigungen gehören zu Rescoop.eu, mit seinen 300.000 Bürgern in 1250 Genossenschaften in ganz Europa. Power to the people !

    • Wie lauten die Schlüsselelemente der Statuten und was bedeuten sie ?

      Die Statuten einer Genossenschaft reflektieren ihre Identität und ihre Bestrebungen. Es gibt aber noch folgende Schlüsselelemente:

      Die soziale Form : auf Coopalacarte.be sind alle Genossenschaften anerkannte kooperative Genossenschaften mit beschränkter Haftung, mit oder ohne sozialen Zweck.

      Die Zielsetzung : das ist die Daseinsberechtigung der Genossenschaft.

      Die Punkte über das Kapital und die sozialen Anteile bestimmen den festgesetzten Kapitalbetrag der Gesellschaft, den Nennwert der Anteile,…

      Der Bereich Verantwortung bestimmt, dass die Haftung beschränkt ist: die Anteilseigner bürgen für Sozialschulden nur in der Höhe der von Ihnen investierten Einlagen.

      Die Artikel über Teilhaber/Mitglieder beschreiben die Beitrittsbedingungen zur Genossenschaft. Die Austrittsbedingungen werden im Kapitel Rückzahlung beschrieben.

      Die Leitung der Genossenschaft (Entscheidungsfindung, Wahlrecht,…) wird in den Kapiteln Verwaltungsrat und Generalversammlung beschrieben.

      Ein Bereich beschreibt die Verwendung der Gewinne. Hier geht es um die gesetzlichen Bestimmungen zu den obligatorischen Reserven und den von den Genossenschaften festgelegten Prioritäten (Dividenden, Rückzahlungen an die Mitglieder und Investitionen in soziale oder umweltfreundliche Projekte).

      Die Statuten werden manchmal durch eine interne Geschäftsordnung ergänzt, die weitere Punkte hinzufügt oder detailliert.

    • Was versteht man unter demokratischer Verwaltung ?

      Alle wichtigen Entscheidungen werden bei der Generalversammlung von den entsprechend informierten Mitgliedern getroffen oder bestätigt. Gewählt wird nach dem Prinzip « 1 Person = 1 Stimme » oder nach der Regel „ein Anteil = eine Stimme bei Anwesenheit oder Vertretung von mindestens 10% der Anteile“.

      Einige Kooperativen verfügen über ein Kollegium von Mitgliedern, die die Einhaltung der ursprünglichen Philosophie einer Kooperativen garantieren. So muss das Kollegium seine vorherige Zustimmung zu bestimmten Satzungsänderungen (soziale Zielsetzung zum Beispiel) oder zur  Auflösung der Kooperativen geben.

      Ein Beratungsgremium kann gegründet werden, um auf Anfrage des Verwaltungsrats seine Meinung über bestimmte Initiativen oder Investitionen zu äußern.

      Die Verwalterwerden von der Generalversammlung ernannt und widerrufen. Das Wahlrecht in der Generalversammlung ist gleichberechtigt: 1 Person = 1 Stimme, bei gleicher Behandlung aller Verwalter. Die Verwalter arbeiten ehrenamtlich und informieren die Genossenschaft in regelmäßigen Abständen über eventuelle Interessenkonflikte.

    • Welche Kontrolle wird von den Behörden über die Kooperativen ausgeübt ?

      Der „Conseil National de la Coopération“ (CNC – Föderales Wirtschaftsministerium) erlegt den Kooperativen mehrere Regeln auf, die Voraussetzung für ihre Anerkennung sind. Bei der ersten Regel geht es um die demokratische Funktionsweise, also bei der Wahl in der Generalversammlung, entweder „ein Mitglied = eine Stimme, egal wieviel Anteile er besitzt“ oder „ein Anteil = eine Stimme bei Anwesenheit oder Vertretung von mindestens 10% der Anteile“. Eine zweite Regel betrifft  die vorsichtige Verwaltung der zu verteilenden Dividenden, die höchstens 6% pro Jahr betragen darf, damit die Kooperative über ausreichend Eigenmittel zur weiteren Entwicklung verfügt.

      Die FSMA (Financial Services and Markets Authority) ist die öffentliche Behörde, die die Finanzmärkte in Belgien überwacht und kontrolliert. Die von der CNC anerkannten Kooperativen sind von der Publikationspflicht einer Broschüre zur öffentlichen Geldanleihe freigestellt, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen: maximal 5000 € Anteile pro Person für Privatpersonen und maximal 5 Millionen € gesammeltes Kapital. Für Rechtspersonen gibt es keine Begrenzungen (Gesellschaften, Vereinigungen, öffentliche Einrichtungen, usw.). Die Kooperativen müssen der FSMA mitteilen, dass alle Anforderungen erfüllt wurden.

      Die Belgische Nationalbank übt ebenfalls eine Kontrollfunktion aus. Die Kooperativen müssen ihre Bilanzen dort jährlich deponieren, wie jedes andere kommerzielle Unternehmen auch.

    • Was ist der Unterschied zwischen einer GmbH und einer GmbH mit sozialem Zweck ?

      Der soziale Zweck ist ein spezieller zusätzlicher Modus, der allen kommerziellen Gesellschaften offen steht. Um in den Genuss dieses Modus zu kommen, muss die Gesellschaft bestimmte Regeln in ihre Statuten aufnehmen. Zum Beispiel: im Fall einer Auflösungen, wenn alle Passiva beglichen und alle Mitglieder ausbezahlt wurden, muss der übrig gebliebene Betrag einem sozialen Zweck gewidmet werden, der dem Zweck der Gesellschaft möglichst nahe kommt. Diese Regeln sind vergleichbar mit den Regeln der International Cooperative Alliance (IAC). Der soziale Zweck kann aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit gewählt werden.

    • Was ist eine Europäische Genossenschaft (SCE)? Und welche Unterschiede gibt es zwischen einer belgischen Genossenschaft und einer SCE?

      Die Europäische Genossenschaft beruht auf der europäischen Verordnung (CE) n°1435/2003 des Rates vom 22. Juli 2003 über das Statut der Europäischen Genossenschaft (SCE).

      Unter den Gründungsmitgliedern einer SCE müssen sich Vertreter aus mindestens zwei Mitgliedsstaaten befinden.

      Ansonsten gleicht die SCE den belgischen Genossenschaften in vielen Bereichen. Laut europäischem Recht verpflichten sich die Mitglieder einer SCE nur bis zur Höhe des eingesetzten Kapitals, es sei denn die Gründungstatuten der SCE seien anders formuliert worden. Also ähnlich wie bei einer belgischen GmbH, wo die Beiträge ebenfalls begrenzt sind.

      Die SCE, dessen Teilhaber sich nicht für die Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung entscheiden, muss sowieso über Mindestkapital verfügen, was nicht der Fall für die belgische Form einer "GmuH" ist (Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung).

      Die SCE kann größere geographische Ambitionen haben und das Gesellschaftsstatut erleichtert die Kapitalbeschaffung im Ausland.

      Weitere Informationen (FR).

  • Erneuerbare Energie

    • Inwiefern begünstigt die Investition in Genossenschaften die Entwicklung der erneuerbaren Energien ?

      Investitionen in erneuerbare Energiegenossenschaften tragen zum Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem bei. Die Genossenschaften finanzieren Projekte auf demokratischer Anteilsbasis, die im klassischen, Banken basierten System oft keine Möglichkeit der Finanzierung finden.

    • Welche Projekttypen werden von den Genossenschaften finanziert ?

      Auf Coopalacarte.be können Sie die ganze Vielfalt an Projekten entdecken, die von den erneuerbaren Energiegenossenschaften finanziert werden: Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Kraft-Wärme-Koppelung, Biomasseanlagen, Biogasproduktion, Isolierung, Multi-Megawattprojekte oder Projekte zur Alimentierung einzelner Haushalte, usw.

  • Mitglied werden

    • Warum sollte ich in eine nachhaltige Bürger- und Energiegenossenschaft?

      Eine wirklich umweltfreundliche Investition

      In einer Zeit, in der herkömmliche Investitionen viele Unternehmen in undurchsichtiger Weise finanzieren, investieren nachhaltige Energiegenossenschaften in Projekte, die der Umwelt auf transparente Weise zugute kommen.  

      Mit den nachhaltigen Energiegenossenschaften wird Energie lokal und wetterabhängig produziert.

      Eine rentable Investition

      Während die höchste auf dem belgischen Sparmarkt verfügbare Rendite auf 1,20% begrenzt ist, verteilen die Genossenschaften für nachhaltige Energie bis zu 6% (das gesetzliche Maximum) an Dividenden pro Jahr. Sobald die Projekte laufen, können Dividenden ausgezhlt werden. Im Jahr 2017 boten Genossenschaften mit operativen Projekten ihren Mitarbeitern zwischen 2 und 6% an.

      Eine Rendite von 6% zu erreichen, ist keine Utopie.

    • Ich wohne nicht in der Gegend einer Genossenschaft, bzw. ich wohne im Ausland oder in einer anderen Region. Kann ich trotzdem Mitglied werden ?

      Ja. Eins der Basisprinzipien der Kooperativen die zu Coopalacarte.be gehören, ist, dass sie für alle offen sind, egal wo man wohnt. Jede Kooperative hat natürlich trotzdem ihre spezifische lokale Einbindung. Die meisten Mitglieder leben in der Nähe der Kooperative ihrer Wahl. Das schließt aber keineswegs Kandidaten aus anderen Regionen oder Ländern aus. Außerdem gibt es bestimmte Kooperativen, die einen überregionalen Aktionsradius haben.

    • Kann oder muss ich anderen Aktivitäten der Kooperative teilnehmen ?

      Keine Teilnahme ist Pflicht. Ihre Anwesenheit bei den Generalversammlungen ist aber ein entscheidender Moment, um alle wichtigen Informationen zu erhalten, sich an den Diskussionen zu beteiligen und an den Wahlen teilzunehmen. Es ist auch eine Gelegenheit andere Mitglieder persönlich kennen zu lernen.

      Die meisten Genossenschaften werden unter der aktiven Mithilfe ihrer Mitglieder verwaltet, um bestimmte oder punktuelle Aufgaben zu erfüllen. Es ist klar, dass die Mitglieder des Verwaltungsrates, die ihr Mandat ja ohne Bezahlung wahrnehmen, sich von Zeit zu Zeit an die Mitglieder wenden können müssen, um bestimmte Aktionen oder Arbeiten in die Wege zu leiten. Zögern Sie also nicht, ihre Bereitschaft zu erklären und ihre Kompetenzen und Gedanken anzubieten und einzubringen. Sich in eine Kooperative einzubringen, bedeutet nicht nur seine Kompetenzen zu teilen, sondern sich auch neue anzueignen.

    • Kann ich Anteile für die ganze Familie kaufen ?

      Jedes Mitglied einer Familie kann einer Genossenschaft beitreten. Die Anteile sind namensgebunden. Minderjährige brauchen die Zustimmung ihrer Eltern. Sie werden bei der Generalversammlung durch ihren gesetzlichen Vormund vertreten.

    • Kann ich meine Anteile im Todesfall an meine Kinder weitergeben ?

      Ihre Angehörigen erben im Todesfall den Wert Ihrer Anteile, nicht aber die Anteile selbst, die ja namensgebunden sind. Wenn allerdings einer oder mehrere ihrer Erben Ihre Anteile übernehmen möchten, kann der Verwaltungsrat ihnen diese zusprechen. Außerdem können Sie natürlich Anteile im Namen ihrer Kinder zeichnen.

    • Welche Dokumente benötige ich, um Anteile zeichnen zu können ?

      Um ihre persönlichen Angaben im Einschreibeformular eingeben zu können, brauchen Sie ihren Personalausweis und ihre Bankkontonummer.
      Wenn Sie Anteile für eine andere Person zeichnen möchten, brauchen Sie auch die entsprechenden Angaben dieser Person(en). Wenn Sie Anteile für ihr Kind zeichnen möchten, werden ebenfalls die Angaben seines gesetzlichen Vormunds benötigt.

    • Gibt es verschiedene Anteilstypen bei den Genossenschaften ?

      Einige Genossenschaften verfügen über ein Genossenschaftskollegium, das die ursprüngliche Philosophie der Genossenschaft garantiert. Man spricht in so einem Fall von Inhabern von A-Anteilen. Bei der Generalversammlung ist die vorausgehende Zustimmung dieses Kollegiums nötig, wenn eine Entscheidung den sozialen Zweck der Genossenschaft betrifft oder wenn es um die Auflösung der Kooperative geht. Die gewöhnlichen B-Anteile sind die Anteile, die standardmäßig auf Coopalacarte.be angeboten werden. Manchmal werden sogen. C-Anteile für Rechtspersonen (Unternehmen, Gesellschaften, ...) reserviert. In der Regel sind die Dividenden für alle Anteilstypen gleich.

    • Welchen Betrag kann ich invetsieren ? Gibt es eine Begrenzung ?

      Ob es eine Anlagebeschränkung gibt oder nicht, hängt von der Genossenschaft ab: Sie hängt von ihrem finanziellen Bedarf ab und davon, ob sie Finanzinformationsdokumente beim FSMA einreichen möchte oder nicht. Die Genossenschaft hat 2 Optionen:

      • Die "de minimis"-Regelung, ohne Veröffentlichung einer Informationsschrift. In diesem Fall darf der Betrag des öffentlichen Angebots 500.000 € pro Jahr nicht übersteigen und jeder Anleger darf maximal 5.000 € investieren. Dies ist heute bei der Mehrheit der auf Coopalacarte.be vertretenen Genossenschaften der Fall.
      • Die Erstellung einer Informationsschrift. Die Veröffentlichung dieser Mitteilung auf der FSMA-Website ermöglicht es, das öffentliche Angebot für bis zu 5.000.000.000 € über einen Zeitraum von 12 Monaten zu eröffnen und nicht an Obergrenzen für Investoren zu binden.

    • Können Minderjährige Mitglied einer Genossenschaft werden ?

      Anteile an einer Genossenschaft sind ein schönes Geschenk, das man seinen Kindern machen kann. Minderjährige können Mitglied einer Genossenschaft werden. Der oder die Erziehungsberechtigte vertritt das Mitglied in so einem Fall bei den Generalversammlungen bis zu seiner Volljährigkeit. Dasselbe System gilt für behinderte unter Vormundschaft stehende Menschen (geistig Behinderte, z.B.), die von ihrem gesetzlichen Vormund vertreten werden.

    • Warum muss ich meine persönlichen Daten angeben ?

      Die Genossenschaft muss in der Lage sein, jeden ihrer Gesellschafter identifizieren zu können, um z.B. seine Beteiligung an der Führung der Genossenschaft zu gewährleisten (Wahl bei den Generalversammlungen). Die Anteile sind namensgebunden. Es ist also nötig, die persönlichen Angaben (Name, Vorname, Adresse, Nationalregisternummer,…) von allen Gesellschaftern zu kennen. Diese Daten werden in einem zentralen Register aufbewahrt und sind Dritten nicht zugänglich. Ihr Privatleben ist also geschützt. Die Bankkontonummer muss mitgeteilt werden, um die Dividenden auszahlen zu können.

    • Kann ein Unternehmen Anteile einer Genossenschaft kaufen ?

      In den meisten Fällen können Rechtspersonen auch in Genossenschaften investieren. Kontaktieren Sie die Genossenschaft, in die Sie investieren möchten, auf direktem Weg, Coopalacarte.be richtet sich nur an Privatpersonen.

  • Mein Geld

    • Was passiert mit dem Geld meiner Anteile ?

      Dieses Geld dient zur Finanzierung von Projekten zur Produktion von erneuerbaren Energien, wie z. B. der Ankauf einer Windkraft- oder einer Photovoltaikanlage, oder zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen.

      Die Projekte werden der Generalversammlung vom Verwaltungsrat vorgeschlagen. Als Mitglied der Genossenschaft nehmen Sie also an wichtigen Entscheidungen im Bereich der Investitionen teil.

    • Was geschieht mit den Gewinnen der Genossenschaft ?

      Die Genossenschaften entwickeln langfristig angelegte Projekte, die oft eine auf lange Zeit gedehnte Kapitalrendite haben. Die Erwirtschaftung und Verteilung der Dividenden kann also dauern. Die Zuordnung der Gewinne wird auf Vorschlag des Verwaltunsgsrats durch die Generalversammlung entschieden. Der Saldo der Gewinne (nach Abzug der obligatorischen Reserven) wird den Dividenden, Mitgliederrückvergütungen und/oder lokalen sozialen oder umweltfreundlichen Projekten zugeteilt.

    • Müssen die Dividenden versteuert werden ?

      Bis zum Jahr 2017 (Steuererklärung 2018) sind die ausgezahlten Dividenden steuerfrei bis zu einem Betrag von 190 €. Dieser Vorteil wurde den Kooperativen vom „Conseil National de la Coopération“ zugestanden. Allerdings muss die Kooperative seit 2017 die mobile Vorabzugssteuer von 30% abführen. Die Steuerbefreiung gilt für jedes Familienmitglied. Die Dividende der minderjährigen Kinder der Familie werden den Eltern zu gleichen Teilen hinzugefügt. Aufgepasst wenn jemand Anteile in mehreren Kooperativen besitzt, ist die Steuerbefreiung nur einmal pro Jahr gültig. Wenn die 190 € insgesamt überschritten werden, muss der Inhaber die verschiedenen Anteilnahmen in den verschiedenen Kooperativen in seiner Steuererklärung vermerken oder eine Kooperative dazu auffordern, seinen mobilen Steuervorabzug ein zu behalten.

      Ab 2018 (Steuerklärung 2019) sind die ersten 640 € Dividenden auf Genossenschaftsanteile (kumuliert mit Dividenden auf andere Aktiengattungen) von der Quellensteuer in Höhe von 30% befreit.

      Genossenschaften werden 30% Quellensteuer auf Dividendenzahlungen einbehalten. Die Dividenden müssen also in der Steuererklärung angegeben werden, um die Quellensteuer zurückfordern zu können.

    • Wo wir das Geld geparkt, wenn es keine konkreten Projekte gibt ?

      Das gesammelte Geld wird dann auf ein Sparkonto deponiert oder kurzfristig an andere Genossenschaften ausgeliehen. Ein sehr kleiner Teil wird für die Funktionskosten der Genossenschaft benötigt (z. B. zur Buchführung). Die Mandate der Verwalter werden auf freiwilliger, nicht entlohnter Basis ausgeübt. Die Genossenschaften, die noch nicht über eine Genehmigung verfügen, um ihr Projekt zu starten, müssen in der Lage sein, zu beweisen, dass das Projekt von ausreichend Bürgern unterstützt wird und dass sie über die nötigen Mittel verfügen, um zu gegebenem Moment aktiv werden zu können.

    • Was passiert, wenn Projekte nicht zu Ende geführt werden können ?

      Genossenschaften verfolgen in den meisten Fällen mehrere Projekte. Wenn eins oder mehrere dieser Projekte nicht zu Ende geführt werden können (weil z. B. eine Baugenehmigung verweigert wurde), schlägt der Verwaltungsrat den Mitgliedern andere Projekte vor. Im schlimmsten Fall kann der Verwaltungsrat beschließen die Kooperative aufzulösen. Dann würden die übrig bleibenden Mittel und das Geld nach Abschluss der Bilanz wieder entsprechend der jeweiligen Anzahl der Anteile unter alle Mitglieder der Kooperative verteilt.

    • Kann ich mein Geld zurückbekommen ?

      Im Prinzip sieht jede Kooperative eine Mindestlaufzeit für die Anteile vor, weil es sich bei den erneuerbaren Energien in der Regel um langfristige Projekte handelt. Nach dieser Mindestlaufzeit kann der Besitzer der Anteile seine Investition ganz oder teilweise zurück fordern. Diese Forderung sollte in der ersten Jahreshälfte schriftlich an den Verwaltungsrat gerichtet werden. Die Erstattung findet dann nach der Bewilligung des Abschlusses des betroffenen Jahres statt, d. h. nachdem nach der Generalversammlung des folgenden Jahres. Dazu stehen aber noch definitive Antworten von der Verwaltung aus… Der Verwaltungsrat kann eine Auszahlung zurück stellen, wenn diese die finanzielle Existenz der Kooperative in Frage stellt (zu viele gleichzeitige Anfragen z. B.). In dringenden Fällen kann man natürlich auch versuchen seine Teile an eine dritte Person weiter zu verkaufen, die vom Verwaltungsrat als Mitglied anerkannt wird. Wenden Sie sich an die Genossenschaft Ihrer Wahl für weitere Informationen.

      Wenden Sie sich an die Genossenschaft ihrer Wahl, um genaueres über die Erstattungsprozeduren, die rückerstatteten Beträge und die Dividenden zu erfahren.

    • Kann ich vom « tax shelter PME » profitieren, indem ich in eine Kooperative investiere ? Wenn ja, unter welchen Bedingungen ?

      Der « tax shelter » ist eine Steuerermäßigung und keine Steuergutschrift. Das heißt, dass es sich nicht lohnt eine Investition zu tätigen, die ihnen eine höhere Steuerersparnis garantieren würde, als die Summe ihrer zu zahlenden Steuern. Um zu wissen wie hoch diese Summe ist, schauen Sie sich Ihre Steuererklärung des letzten Jahres an, die Ihnen als Referenz dienen kann (wenn es zu keinen größeren Änderungen im letzten Jahr gekommen ist). Es ist eine Investition auf Zeit... Die Anteile müssen mindestens 4 Jahre gehalten werden, ehe sie wieder verkauft werden können. Der Höchstbetrag einer Investition beträgt 5.000 € pro Person. Weitere Informationen zum « tax shelter », der bei startenden Unternehmen zum Tragen kommt, finden Sie hier.

  • Entgelte und Risiken

    • Welchen Risiken setzt man sich mit der Investierung in eine Genossenschaft aus ?

      Das finanzielle Risiko ist gering, aber nicht gleich Null. Es handelt sich immerhin um Industrieprojekte. Die Risiken, auch wenn sie beschränkt und eingrenzbar sind, sind vielfältiger Art :
      • Überschreitung des Budgets oder keine Baugenehmigung ;
      • weniger Produktion als vorgesehen (trockene oder weniger windreiche Jahre z.B.) ;
      • Entwicklung des Strompreises ;
      • Änderung der Subventionsregeln oder Wegfall anderer Hilfen;
      • steuerliche Änderungen ;
      • Kostensteigerungen (der Finanzierung z.B.);
      • usw.


      Diese Risiken können auf mehrere Arten und Weisen eingegrenzt werden, z.B. indem man einen Vertrag mit dem Lieferanten abschließt, der die Lieferung und die Instandhaltung des Produktionswerkzeugs garantiert. Der Lieferant ist dann für die Instandhaltung und Reparaturen zuständig. Vertraglich garantiert er auch eine Mindestbetriebsdauer, mit entsprechender Entschädigung des entstandenen Verlustes bei Ausfall des Werkzeugs. 

    • Was ist eine Dividende ?

      Die Dividende ist die an die Mitglieder einer Genossenschaft ausgezahlte Vergütung als Gegenleistung für ihre Investition in das Kapital. Es ist der Teil der zu verteilenden Gewinne, der auf Beschluss der Generalversammlung für jeden gezeichneten Anteil ausgeschüttet wird. Die Dividenden der vom "Conseil national de la Coopération" anerkannten Kooperativen sind auf jährliche 6% begrenzt.

    • Welche Dividenden können bei einer erneuerbaren Energiegenossenschaft erwartet werden ?

      Man muss die Investition als langfristige Anlage betrachten. Wenn die Genossenschaft mit ihren Projekten beginnt, dauert es normalerweise einige Jahre, ehe die ersten Gewinne ausgeschüttet werden können. Aber wenn diese Energieprojekte erst mal Fahrt aufgenommen haben und Gewinne abwerfen, können die Dividenden auf bis zu jährlich 6% anwachsen (durch den "Conseil National de la Coopération" auferlegte Grenze für die anerkannten Kooperativen). Die Dividenden können aber von Jahr zu Jahr variieren und sind nie garantiert.

    • Warum ist die Dividende auf 6% begrenzt ?

      Der "Conseil National de la Coopération" erlegt allen angeschlossenen Genossenschaften eine Begrenzung der zu verteilenden Dividenden von jährlich 6% auf. Es handelt sich dabei um eine verwaltungstechnische Vorsichtsmaßnahme, damit die Kooperativen über genügend Mittel für die eigene Entwicklung verfügen. Es soll kein Werkzeug zur Profitmaximierung des Investors sein, sondern es sollen Mittel genossenschaftlich organisiert werden, um gemeinsame Projekte zu realisieren.

    • Ist es interessanter mein Geld auf dem Sparkonto zu lassen ?

      Anteile an Genossenschaften sind Risikoinvestitionen und sollten nicht direkt mit einem einfachen Sparkonto verglichen werden. Die jährliche Rendite ist im Gegensatz zu einem Terminkonto nicht garantiert und kann von Jahr zu Jahr zwischen 0 und 6 % variieren, je nachdem wie rentabel ein Projekt ist oder in welcher Entwicklungsphase es sich befindet. Im Großen und Ganzen sollte die Rendite aber die aktuellen Zinserträge eines Sparkontos übersteigen.
      Die Investition ist langfristiger angelegt als auf einem Sparkonto, da man schneller und kurzfristiger auf seine Ersparnisse zurückgreifen kann.
      Als Mitglied einer Genossenschaft nehmen Sie an der Generalversammlung teil und wählen Sie auf demokratische Art und Weise die Projekte, die mit ihrer Investition erst möglich werden. Es handelt sich dabei um nachhaltige, für die Gesellschaft und die kommenden Generationen wichtige Entwicklungsprojekte.

      Außerdem können Sie in den Genuss von verschiedenen Rückvergütungen und Dienstleistungen der Genossenschaft kommen, die diese ihren Mitgliedern anbietet, So zum Beispiel Ermäßigungen auf die Miete ihres Stromzählers oder auf bestimmte Produkte bei einem Sammeleinkauf, verbilligte Energie-Audits, personalisierte Beratung zum Energiesparen, die gemeinsame Benutzung eines mit Elektroautos, usw.

    • Ist es interessanter seine Anteile auf eine oder zwei Genossenschaften zu beschränken oder sollte man in mehrere investieren ?

      Man soll ja bekanntlich nicht alle Eier in einen Korb legen... Aber man sollte nich aus den Augen verlieren, dass einer der Mehrwerte einer Investition in eine Genossenschaft darin besteht, sich aktiv an der Steuerung beteiligen zu können: der Generalversammlung beiwohnen, sich in das tägliche Leben der Genossenschaft einbringen, usw. Um all diesen Möglichkeiten gerecht zu werden, kann es besser sein, sich auf einige gezielte Investitionen zu konzentrieren.

    • Unterliegen Genossenschaften der Pflicht zur Veröffentlichung eines Finanzprospekts?

      Das Gesetz sieht Ausnahmen von der Pflicht zur Veröffentlichung eines Prospekts, wovon zwei Optionen für Genossenschaften, vor:

      • Die "de minimis"-Regelung, ohne Veröffentlichung einer Informationsschrift. In diesem Fall darf der Betrag des öffentlichen Angebots 500.000 € pro Jahr nicht überschreiten und jeder Anleger darf maximal 5.000 € investieren.
      • Die Erstellung einer Informationsschrift. Dieses Dokument ist prägnanter als ein Prospekt und bedarf keiner vorherigen Genehmigung durch den FSMA. Die Notiz wird auf der FSMA-Website veröffentlicht und ist für 12 Monate ab dem Datum der Einreichung gültig. Die Veröffentlichung dieser Mitteilung ermöglicht es, das öffentliche Angebot für bis zu 5.000.000.000 € innerhalb von 12 Monaten zu eröffnen und keine Obergrenzen für Investoren festzulegen.

      Mehr Informationen finden Sie auf der Site der FSMA.

      Unabhängig davon, ob sie sich für die Möglichkeit der Veröffentlichung einer Informationsschrift entscheiden oder nicht, stellen Coopalacarte.be Genossenschaften sicher, dass sie Ihren Mitgliedern die wichtigsten Elemente ihres Geschäftsplans mitteilen.

    • Welche sonstigen Vorteile kann ich als Mitglied einer Genossenschaft erwarten ?

      In den meisten Fällen bietet die Genossenschaft Ihnen zusätzliche Vorteile und Dienstleistungen an. So zum Beispiel Ermäßigungen auf die Miete ihres Stromzählers oder auf bestimmte Produkte bei einem Sammeleinkauf, verbilligte Energie-Audits, persönliche Beratung beim Energiesparen, die gemeinsame Benutzung eines Elektroautos, usw. Eine Liste der angebotenen Vorteile finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Kooperative.